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Die bisherigen Krimipreisträger

Krimipreis 2014 – Bernhard Aichner

Der Burgdorfer Krimipreis 2014 geht an Bernhard Aichner. Er bekommt ihn für «Leichenspiele», seinen skurrilen Krimi voll schwarzem Humor und umwerfend lakonischen Dialogen. Der Österreicher wird den Preis am 1. November im Rahmen der elften Burgdorfer Krimitage entgegen nehmen.

Schon das Personal lässt bei Liebhaberinnen und Liebhabern von schwarzem Humor keinen Wunsch offen. Ex-Fussballheld Baroni und Totengräber Broll bilden ein liebenswürdig deftiges Duo, welches sich gegenseitig immer tiefer ins Verderben verstrickt. Und nur, weil die Beiden in guten wie in schlechten Zeiten wie Pech und Schwefel zusammenhalten, bleibt ihnen das Schlimmste erspart.

Bernhard Aichner wird den mit 5 000 Franken dotierten Preis am 1. November im Casino Theater Burgdorf entgegen nehmen.

Krimipreis 2012 – Friedrich Ani

Der Burgdorfer Krimipreisträger 2012 heisst Friedrich Ani. Er bekommt die Auszeichnung für seinen neusten Roman um Detektiv Tabor Süden. Süden hat sich auf die Suche nach Vermissten spezialisiert. Dabei führt er die Leserinnen und Leser in die Welt der Vereinsamten, der Resignierten und Verkannten. Sein Buch ist ein melancholischer stimmungsvoller Trip und trotzdem immer interessant, immer spannend. Ein Krimi eben, der aber ohne Blutvergiessen auskommt.

Der deutsche Autor Friedrich Ani hat eine ganze Reihe Krimis rund um Tabor Süden veröffentlicht. Sie waren alle gut. Der letzte mit dem schlichten Titel «Süden» ist der beste und für die Jury des Burgdorfer Krimipreises deshalb eine ausgezeichnete Wahl. Die Suche nach Vermissten bestimmt Südens Leben seit Jahren. Dank Intuition und ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden ist seine Arbeit von Erfolg geprägt. Sein Rezept: Zuhören, Schweigen, Abwarten, bis die Menschen zu erzählen beginnen. Masken fallen, ungelebte Träume tauchen auf, Motive entwickeln sich. Auf und davon. Aber warum und wohin?

Friedrich Ani beschreibt diese besondere Welt mit ihren besonderen Regeln überzeugend, authentisch und warmherzig. Er nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf spannende, oft auch beklemmende Spurensuche. So auch im neuen Roman, der die Jury des Burgdorfer Krimipreises begeistert hat. Ani hat wiederum Menschen geschaffen, die man nie mehr vergessen wird. Auf und davon. Sie sind so frei und straucheln dann eben doch. Der Traum verfliegt, bevor er begonnen hat. Und mitten unter ihnen Süden, so clever, so einfühlsam und so verletzlich wie nie zuvor.

Die Burgdorfer Krimitage freuen sich, mit «Süden» einen Roman auszuzeichnen, der in allen Teilen überzeugt und gratulieren dem Autor zu diesem Werk.

Krimipreis 2008 – Jan Seghers

Das schreckliche Geheimnis des kultivierten Monsieur Hofmann, eine Reise in die traurige Vergangenheit, eine verloren geglaubte Partitur von Jacques Offenbach und ein Massaker auf einem Schiff am Mainufer verknüpft Jan Seghers zu einem dermassen spannenden Krimi, dass er den diesjährigen Krimipreis einfach gewinnen musste.

Hunderte von Morden hat die Jury miterlebt, Dutzende von Täterinnen und Tätern verfolgt und eine ganze Reihe von Fällen gelöst, aber nirgends war sie so mitten drin im Geschehen, so atemlos dran wie bei der «Partitur des Todes». Seghers schreibt mit leichter Hand und liest sich süffig, auch wenn sein Thema menschliche Abgründe aufreisst und sein Kommissar Marthaler eher zu den Schwerenötern gehört. Und dass er drüberhinaus noch eine schöne Liebesgeschichte in seinen Krimi packt, kann ja ohnehin nie schaden.

Seit den letzten Krimitagen kamen nicht nur viele, sondern auch gute deutschsprachige Krimis auf den Markt. Aber einer musste gewinnen. Die Jury – übrigens alles immer noch rechtschaffene Leute, trotz all der kriminellen Literatur – gratuliert Jan Seghers zum Burgdorfer Krimpreis und heisst ihn herzlich willkommen. Die 5 000 harten Schweizer Franken aus der Stadtkasse hat er verdient. Sie sollen ihn freuen.

Krimipreis 2002 – Petra Hammesfahr

Der Krimipreis 2002 der Stadt Burgdorf ging an Petra Hammesfahr.

Krimipreis 2006 – Stefan Slupetzky

Der Lemming ist wieder in Schwierigkeiten. Gerade hat ihn seine Freundin hinausgeworfen, und kurz danach schiesst ein Verrückter auf ihn. Zum Glück trifft es einen andern, der tot zusammenbricht, doch jetzt sucht die Polizei den Lemming als Mörder. Und damit ist er ein weiteres Mal in eine böse Geschichte verwickelt, die ihn heillos überfordert.

So erzählt Stefan Slupetzky seine Geschichte rund um den abgetakelten Wiener Detektiv Wallisch alias Lemming. Dies hat der Jury des Burgdorfer Krimipreises ausserordentlich gefallen. Slupetzkys Umgang mit der Sprache ist grandios! Fasziniert hat die Jury aber auch die Handlung des Romans: Bitterböses, Düsteres und Abgründiges fügen sich zum rasanten Krimi und zur sarkastischen Gesellschaftssatire. Und zwischendurch blitzen immer wieder augenzwinkernde Ironie und pechschwarzer Humor auf. Servus Wien! Seit den letzten Krimitagen kamen nicht nur viele, sondern auch gute deutschsprachige Krimis auf den Markt. Aber einer musste gewinnen. Die Jury verleiht dem Wiener Autor Stefan Slupetzky den Krimipreis 06 und schmiert ihn mit 5 000 Franken (für die sie sich notabene aus der Stadtkasse bedient hat).

Krimipreis 2004 – Ulrich Ritzel

Der Ulmer Krimiautor war in der Jury des Burgdorfer Krimipreises schon lange ein Thema. Dieses Jahr hat er's geschafft und wird für «Der Hund des Propheten» ausgezeichnet. Das erste und krimirelevanteste Argument für Ritzel: Sein Buch ist über 445 Seiten spannend. Er verknüpft ein Stück deutscher Zeitgeschichte mit kriminellen Machenschaften. Die Ingredienzen sind viel versprechend: Waffenhandel, Nazi-Gold, stramm-deutsche Pastoren und dazu bösartiger Ulmer Klatsch. Ueberzeugend ist auch Ritzels Hauptkommissar Berndorf. Er ist ein unspektakulärer Polizist, kein Blender, aber auch kein einsamer Wolf, sondern ganz einfach ein guter Typ mit schwierigem Beruf.

Krimipreis 2010 – Volker Kutscher

Was hat die Jury der Burgdorfer Krimitage wieder an Mord- und Totschlag überlebt? Ohne Krimi ging sie nie ins Bett: Wie oft hat sie schlaflose Nächte verbracht, mit Gänsehaut Seite um Seite verschlungen, sich in Albträumen gewälzt und mit Gewissensbissen gekämpft. Wer ist der Beste, wer die Beste? Wer soll den Preis der Stadt Burgdorf bekommen?

Die Wahl fiel auf Volker Kutscher und seinen Krimi «Der stumme Tod». Kutscher führt uns ins Berlin der 30-er-Jahre, mitten in die kulturpolitische Diskussion über den Tonfilm, der die alte Kunst des Stummfilms ablöst. Vor diesem Hintergrund rächt sich der Mörder auf schreckliche Art. Seine Opfer sind Schauspielerinnen.

Qualitäten von Kutschers Krimi sind die dichte Atmosphäre, das gelungene Milieubild, das überzeugende Motiv und die sorgfältige Sprache. All das hat der Jury ausserordentlich gefallen. Deshalb ist Volker Kutscher der würdige Burgdorfer Krimipreisträger 2010. Herzliche Gratulation!

Krimipreis 2000 – Wolf Haas

Der Krimipreis 2000 der Stadt Burgdorf ging an Wolf Haas.